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Wir in Salach

Wir in Salach: Der SPD Ortsverein

Großes Interesse beim ‚Kommunalen Forum vor Ort‘: „Gemeinde wird im Schachenmayr Planungshoheit wahrnehmen"

Ortsverein

Rundgang durch das Schachenmayr-Areal

„Die Bestandsgebäude im ‚Schachenmayr‘ entlang der Bahnlinie können für Wohnungen gut vermarktet werden“. Dies war die zentrale Aussage beim ‚Kommunalen Forum vor Ort‘ der Salacher SPD. Fraktion und Partei können sich damit in ihrem jahrelangen Einsatz für das als ‚Sachgesamtheit‘ unter Denkmalschutz stehende Traditions-Areal bestätigt fühlen. Wirkliche bürgernahe Gestaltung für das gesamte Areal beginnt jetzt aber erst: „Die Gemeinde hat die Planungshoheit und wird diese auch wahrnehmen“, so Ortsbaumeister Hannes Keyn beim Rundgang.

Der Zuspruch bewies es: Den Salachern liegt ‚ihr Schachenmayr‘ am Herzen. Trotz nieseligem Wetter waren rund 30 Interessierte am Mittwoch um 18 Uhr zum Rundgang durch das einst textilindustriell kraftstrotzende und seit Jahrzehnten unter Wert genutzte Areal gekommen. Peter Hofelich freute sich bei seiner Begrüßung, dass mit Herrn Köhlnhofer von der beauftragten Kreissparkassen-Immobilien-Tochter und Herrn Blumhardt von der unterbeauftragten Schorndorfer ‚Deutsche Immobilien Beratung‘ zwei ausgewiesene Fachleute durch das Gelände führten, die auch klar an den Erhalt der noch bestehenden Gebäude glauben. Dazu Ortsbaumeister Keyn, der die Dimension der Aufgabe schilderte: 4 Hektar auf dem, weitgehend abgebrochenen, Gelände im früheren Besitz der Firma Müller, rund 3 Hektar im Bereich der Textilnachfolgerin „MEZ“ und des früheren Lederer-Besitzes.

Die Randbedingungen: „MEZ“ mit Hochregallager bleibt, erweitert aber nicht und baut auch nicht um. Müller wird von der Krause-Gruppe für Wohnungsbau vermarktet, mit der klaren Bedingung eines Gesamtkonzeptes. Hier sind Geschosswohnungsbau, Reihenhäuser und Einzelhausbebauung denkbar und geplant. Zum Fluss wird – am Ufer der Fils nisten Graureiher und Fledermäuse – gebührender Abstand gehalten, Flusszugang an zwei Stellen aber geschaffen. Lederer wird im Bestand neu genutzt, vom Döcker-Bau am Eingang West über die weiteren Gebäude bis zur ‚alten Spinnerei‘. Wohnen neuen Stils, einschließlich kombinierten Wohn-Geschäftsräumen für Dienstleister wie auch seniorengerechten Wohnens und teil-öffentlichen Funktionen, wie eines Cafes, ist das Ziel.

Bürger haben klare Vorstellungen

Beim Gang durch die Fabrikhallen waren das ‚Aha‘ und das ‚großartig sowas zu erhalten‘ der durchgehende Ton. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Rapp-Zeiser: „Dies ist eine großartige Chance für unsere Gemeinde!“ Nicht geringe Enttäuschung allerdings, dass eine klassisch gewerbliche Wiedernutzung laut Herrn Köhlnhofer nicht realistisch ist. SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Staudenmayer: „da müsste die Gemeinde erheblich mitfinanzieren“.

Jürgen Hilse von den Initiatoren für Erhalt und zeitgemäße Nutzung wies allerdings darauf hin, dass Angebote für Jungunternehmer aus der Esslinger Hochschule in Göppingen gemacht werden können. Und Peter Hofelich hielt fest, dass etwa für Architekten, Ingenieurbüros oder Designer heute Wohnen und Arbeiten kombiniert nichts Ungewöhnliches sind. Dies bestätigte Herr Blumhardt und wies darauf hin, dass flexibel gebaut werden könne und „Zwischendecken in einigen Teilen vorstellbar“ sind. Die Architektenschaft, vertreten durch Martin Peschel mit seinem Salacher Büro und dem Göppinger Professor Erwin Herzberger von der Universität Stuttgart, äußerte sich zustimmend. Herzberger: „So ein Gebäude ist nicht nur Ökonomie. Es ist Wert an sich!“

An die Anwohner denken

Mehrere Anwohner waren gekommen. Sie freuen sich, dass mit Landesmitteln ihr Quartier Eduard/Friedrichstrasse saniert wird. MdL Peter Hofelich brachte hier die gute Nachricht mit, dass im laufenden Städtebauförderprogramm ein weiterer sechsstelliger Betrag für Salach bewilligt wurde. Sie sind aber auch besorgt wegen des neu entstehenden Verkehrs für ein Wohngebiet von angedachten 500 Bewohnern. Für den östlichen, stark wohnungsintensiven, Teil wird es, so Ortsbaumeister Keyn, eine Verkehrsuntersuchung geben. Ob und wo ein Parkhaus im Gelände entsteht, wie breit und hoch das umgebaute ‚Dole‘ als einladender Durchgang für Radfahrer und Fußgänger zur Ortsmitte wird, wie die Fahrradverkehre durchs Gelände geführt werden (entlang der Fabrikstraße oder entlang der Fils) und wie man mit den weiterhin anliefernden LKWs umgeht – das bleibt für die Quartiers-Bewohner selbstverständlich ein Thema.

GR Birgit Rapp Zeiser und Alexander Gaugele konnten zusammen mit Peter Hofelich für das KF-Leitungs-Team am Ende festhalten, dass die SPD mit der Veranstaltung nicht nur Erinnerungen an ein vertrautes und Erwartungen an ein erneuertes Salach geweckt hat, sondern auch einen guten Schritt für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie getan hat. Die Bürger und das Kommunale Forum der SPD als ihr Sprachrohr wollen, dass man auch ‚am Ball bleibt‘ und für die Zukunft einen Gestaltungs-Auftrag durchsetzt: „Das Schachenmayr muss gelingen!“

 
 

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"Zukunft gestalten für Salach."

Die SPD Salach hat ein Leitpunktepapier beschlossen. Darin ist aufgeschrieben, was uns für das Zusammenleben in Salach und für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde wichtig ist. Wir verstehen die Leitpunkte als Diskussionsbeitrag. In einer Zeit, in der vieles beliebig erscheint, wollen wir Position beziehen und mit den Bürgerinnen und Bürgern über das, was uns wichtig ist, ins Gespräch kommen.

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